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Die diesjährige Eröffnung der IMA, Leitmesse der
deutschen Automatenwirtschaft, war geprägt von
couragierten Reden und einer ungebrochenen
Entschlossenheit, der Willkür des Staates gegen das
gewerbliche Automatenspiel mutig und mit aller Kraft
entgegenzutreten. Paul Gauselmann, in seiner Eigenschaft
als Vorsitzender des Verbandes der Deutschen
Automatenindustrie (VDAI e.V.) forderte alle
Aufstellunternehmen, Verbandsmitglieder, Beschäftigte
und in der Branche tätigen ausdrücklich dazu auf, sich
an dem gemeinsamen Kampf gegen die Durchsetzung eines
von anerkannten Juristen als verfassungswidrig
bescheinigten Glücksspielstaatsvertrages zu
beteiligen.
Gastredner Siegfried Kauder, Vorsitzender des
Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, fand
überdies noch deutlichere Worte für das, was die
Landespolitik als neuen Glücksspielstaatsvertrag
durchziehen will: "Das Vorhaben der Länder dient einzig
und allein dazu, die Konkurrenz plattzumachen. Und das
ist unanständig!" Seine Botschaft an die Deutsche
Automatenwirtschaft lautete daher unmissverständlich:
Arrangieren Sie sich nicht länger - wehren Sie sich -
das Recht ist auf Ihrer Seite!
Bevor sich die Gäste zur Eröffnungsveranstaltung
anlässlich der IMA 2012 in Düsseldorf zum eigentlichen
Empfang begeben konnten, mussten sie ein Spalier entlang
des roten Teppichs von rund 260 Auszubildenden der
Automatenbranche - darunter rund 150 Auszubildende aus
dem Hause Gauselmann - passieren. Die jungen Leute
machten mit Plakaten und Transparenten darauf
aufmerksam, dass auch ihre berufliche Zukunft angesichts
der aktuellen politischen Situation auf dem Spiel steht.
Nahezu alle, die an diesem Protestspalier entlang
gingen, zeigten sich beeindruckt von dem konstruktiven
Engagement der jungen Frauen und Männer, die derart
eindrucksvoll für ihre Interessen eintreten.
Paul Gauselmann griff zu Beginn seiner Rede das Thema
Online-Spiele auf. "Wir als Branche bieten Millionen
Menschen Spielspaß. Wir zahlen rund 1,5 Milliarden Euro
Steuern und Abgaben, wir beschäftigen 70.000 Menschen in
unseren Unternehmen, wir bilden aus und wir halten uns
an geltende Gesetze, ganz abgesehen von rund einer
Milliarde an Investitionen, die wir als Branche im
Durchschnitt pro Jahr tätigen. Allein die Gauselmann
Gruppe hat in der Vergangenheit pro Jahr rund 200
Millionen Euro in die Zukunft investiert." Ganz
offensichtlich sei den Politikern die weitreichenden
Konsequenzen des Glücksspielstaatsvertrages nicht
bewusst, denn damit forcieren sie das illegale und
weitgehend unkontrollierte Spielen im Internet. Wer das
Spielen in gewerblichen Spielstätten unter dem Vorwand
der Spielsuchtprävention unterbinden will, werde damit
dem völlig unkontrollierbaren Angebot an illegalen
Online-Spielen Tür und Tor öffnen. Er sei gespannt, so
Paul Gauselmann, wie lange die Politiker brauchen, um
das zu erkennen.
Siegfried Kauder, CDU, begann seine engagierte Rede mit
deutlichen Worten: "Ich finde es beschämend, dass eine
Berufsgruppe vor Gericht ziehen muss, um sich ihr Recht
auf Existenz zu erstreiten!" Die Staatsgewalt sei nicht
dazu da, Dinge wie zum Beispiel gewerbliches Spiel zu
verbieten, weil einige Politiker das so möchten. Im
Gegenteil: "Es ist die Aufgabe, ja sogar die Pflicht
jedes Politikers, Gesetze zu schaffen, die mit gültigem
Verfassungsrecht übereinstimmen. Der Staat handle
überdies "verlogen und pharisäerhaft", wenn er allen
Ernstes behaupte, mit dem Glücksspielstaatsvertrag
nachhaltige Spielsuchtprävention zu betreiben. Das
Gesetz diene einzig und allein dem "Plattmachen
vermeintlicher Konkurrenz". Zum Abschluss kritisierte er
mit ebenso deutlichen Worten, dass die Branche viel zu
lang zu ruhig und zu friedlich gewesen sei und sich viel
zu viel habe gefallen lassen. Seine Botschaft lautete
unmissverständlich: "Arrangieren Sie sich nicht länger,
wehren Sie sich! Das Recht ist auf Ihrer Seite!
Deutschland ist keine Bananenrepublik, sondern ein
Rechtsstaat, den wir uns hart erkämpft haben!" Mit
Standing Ovations bedankten sich die anwesenden
Eröffnungsgäste für diese Rede, die neue Zuversicht im
Kampf gegen die staatliche Willkür geweckt hat.
BILD: Paul Gauselmann, Vorsitzender des Verbandes der
Deutschen Automatenindustrie und Siegfried Kauder bei
der Eröffnung der IMA am 17. Januar 2012.
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